Auf der Insel Sri Lanka herrschte lange Jahre Krieg. Die Armee unter Staatspräsident Majapakse kämpfte bis Mitte Mai 2009 gegen die militante LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam) und drängte die „Freiheitstiger“ bis auf einen kleinen Küstenstreifen zurück, bis diese zur Aufgabe gezwungen waren. Der Schweizer Kenner des Landes, Dr. Oskar Flück, spricht trotz der offiziellen Niederlage der LTTE eine Reisewarnung für viele Distrikte der Insel aus. So kam es in den letzten Tagen mehrfach zu gewaltsamen Unruhen von Muslimen im Distrikt Beruwela bei denen mindestens zwei Menschen getötet wurden. Als Grund gelten die Vertreibungen während des Kieges mit ca. 300.000 Flüchtlingen. Des weiteren wird die Insel derzeit von Unwettern mit schwerem Monsunregen und Sturm heimgesucht. Erdrutsche sind nur eine Folge.
So wurden Mitte Juli im Distrikt Puttalam mindestens 75 Häuser von Sturmwinden hinweggefegt. Eine weitere Folge der instabilen Wettersituation sind etwa 20.000 Fälle von Denguefiber, in dessen Folge bisher 212 Menschen starben. Von Reisen in die Stadt Colombo, in die Regionen Kandy, Kegalle, Batticaloa, Gampaha, Kalutara, Kerunegala, Matale, Hambantota, Anuradhapura, Matara und Vavuniya wird wegender vielen Krankheitsfälle abgeraten, welche wohl auf mangelde Hygiene bei den Vertrieben zurückgeht. Die Regierung rät Reisenden dringend davon ab, in den Flüssen zu baden oder Trinkwasser zu entnehmen. Die politische und humanitäre Lage auf der Insel gilt immer noch als extrem instabil.
Wer die Insel dennoch besuchen möchte, sollte sich zuvor dringend bei der Tourismusbehörde informieren.
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